Okt 28

Die Amerikanischen Jungferninseln sind eine Inselgruppe in der Karibik. Sie gehören zu den Kleinen Antillen und liegen östlich von Puerto Rico. Zur Inselgruppe gehören die drei Hauptinseln Saint Thomas, Saint Croix und Saint John. Im Jahre 1996 kam zu diesen drei Inseln Water Island hinzu. Neben den vier großen Hauptinseln gibt es noch einige kleinere Inseln.

Das subtropische Klima der Inseln und die faszinierende Natur verführen immer wieder Kreuzfahrttouristen, die auf Saint Thomas anlegen. Saint Thomas zeigt über das Jahr gesehen nur geringe Temperaturunterschiede, wobei die Regenzeit von Mai bis November andauert. Entdeckt wurden die Inseln 1493 von Christoph Kolumbus. Er entdeckte zunächst eine Insel, die Saint Croix genannt wurde. Danach legte er auf Saint Thomas und Saint John an.

Ab 1625 ließen sich die ersten Siedler, Engländer und Holländer, auf Saint Croix nieder, bis es ab 1650 zur Belagerung durch Spanier und Franzosen kam. Im Jahre 1653 wurde die Insel durch Malta übernommen, bis sie von Frankreich im Jahre 1665 zurückerworben wurde. Ab 1666 gehörte Saint Thomas als dänische Kolonie zu Dänemark-Norwegen.

1917 erwarben die Vereinigten Staaten die Inseln für 25 Millionen Dollar von Dänemark. Heute besuchen um Durchschnitt etwa zwei Millionen Touristen die Inseln.

Okt 28

Eine der berühmtesten Persönlichkeiten, die auf Saint Thomas geboren wurde, ist Camille Pissarro. Er erblickte am 10. Juli 1830 in Charlotte Amalie das Licht der Welt. Aber wer war Camille Pissarro eigentlich? Pissarro zählt zu den bedeutendsten und zugleich produktivsten Malern des Impressionismus. Sein Vater stammte aus Portugal, seine Mutter aus der Dominikanischen Republik. Im Alter von 12 Jahren wurde Pissarro in einen Vorort von Paris geschickt. Hier im Internat zeigte er bereits früh sein Interesse am Zeichnen.

Nachdem ihn sein Vater wieder nach Westindien zurückholte, begegnete er bald dem dänischen Maler Frederik Siegfried George Melbye, der zu dieser Zeit bereits einige Ausstellungen in Kopenhagen vorweisen konnte. Als Melbye 1852 nach Venezuela ging, schloss Pissarro sich ihm an. Im Jahre 1854 reiste er zurück nach Saint Thomas, bis er im darauffolgenden Jahr die Insel endgültig verließ, um nach Paris zu reisen.
Dort nahm er Unterricht und malte. 1863 lobten ihn die ersten Kritiker. Das bedeutete jedoch noch lange nicht den finanziellen Aufschwung. Pissarro verdiente sich seinen Lebensunterhalt zunächst mit dem Bemalen von Rollos und Markisen. Im Jahre 1874 gehörte er zu den Malern, die die erste Ausstellung von Impressionisten organisierten. Aber erst 1892 gelang ihm der große Durchbruch. Als er im Jahre 1903 starb, hinterließ er eine erhebliche Anzahl von Bildern. Zu seinen Werken gehörten unter anderem “Zwei schwatzende Frauen am Meer”, “Straße in Sydenham”, “Boote in Pointoise” und “Das kleine Dienstmädchen vom Lande”.

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